Full text: Evangelisches Schulblatt - 51.1907 (51)

Evangelisches Schulblatt. 
^ Dezember. 
I. Abteilung. Abhandlungen. 
Die geschichtliche Entwicklung der materiellen 
Aulrur in Deutschland.^ 
Von Rektor Leite in Elberfeld. 
Vorbemerkung: Nachstehende Ausführungen sollen an einem Beispiel 
zeigen, welche Stoffe meines Erachtens aus der Entwicklungsgeschichte der materiellen 
Kultur auch in dem Geschichtsplan der Volks- und Mittelschule Aufnahme finden 
müßten. Die Einzelstücke dieses Stoffes sind natürlich an der Stelle einzufügen, 
wo sie in der Chronologie der Geschichte auftreten. Eine zusammenhängende 
Darstellung des Entwicklungsganges einzelner Kulturzweige kann vernünftigerweise 
erst dann gegeben werden, wenn das ganze Geschichtspensum erledigt ist. So 
ist auch vorliegende Arbeit als eine zusammenhängende Wiederholung des ge 
samten Stoffes der materiellen Kultur, gleichsam als Längsschnitt gedacht. Ich 
betone ausdrücklich, daß nur der Stoff, nicht aber die Form der unterricht- 
lichen Behandlung hiermit dargeboten werden soll. 
Einleitend sei es gestattet, ein Wort über den Begriff „Kulturentwicklung" 
zu sagen und den Aufbau dieser Arbeit kurz darzulegen. 
Das heutige Kulturleben ist das Ergebnis eines jahrhundertelangen Ent 
wicklungsprozesses. Seine Anfänge führen den Geschichtsforscher in die älteste Ver 
gangenheit zurück. Wie der Baum aus dem Keim, so hat sich das reichgeftaltige 
') Diese Arbeit ist als der II. (praktische) Teil einer rein theoretischen Abhandlung 
aufzufassen, welche der Herr Verfasser in der Einladungsschrift des Vereins für Herbartische 
Päd. in Rheinland und Westfalen für die 46. Hauptversammlung Weihnachten 1907 
hat erscheinen lassen. 
Aus diese größere grundlegende Arbeit möchte ich hier besonders aufmerksam machen. 
Auch diejenigen unserer Leser, die nicht Mitglieder des Herbartvereins sind, werden, 
soweit sie sich für eine Reform des Geschichtsunterrichts interessieren, gut tun, sie sich zu 
verschaffen. Wenngleich der Herr Verfasser das zum Verständnis der vorliegenden prak 
tischen Arbeit Notwendige hier gesagt hat, so wird man doch den vollen Ertrag erst 
haben, wenn man beide Arbeiten zusammen vornimmt. A. 
39
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.